Ich bin ein Teil des Ganzen

Bei diesem Projekt erkennen Schülerinnen und Schüler im Malerischen, wo die eigenen Stärken liegen. Außerdem geht es hier
sowohl um Verantwortung für die eigenen Arbeit als auch für die ganze Gruppe. Die Schüler lernen wie sie sich mit ihren Stärken
in der Gruppe einbringen und so die ganze Gruppe bereichern können. Auf der anderen Seite erfahren sie, dass sie dort, wo ihre
Schwächen sind sind von der Gruppe getragen werden.
Ich habe dieses Projekt bereits mehrere Male mit verschiedenen Zielgruppen, auch mit Erwachsenen und Körperbehinderten,
durchgeführt. Jedes Mal fanden überraschende Begegnungen der Teilnehmer mit sich selbst und mit anderen statt.
Nach der Vorstellung des Gesamtprojekts zeige ich den Schülerinnen und Schülern, wie sie sich als Künstler mit Pinsel und Farbe
auf der Leinwand ausdrücken können. In den nun folgenden Stunden erkennen wir, wie sich die Bilder langsam formen und
jedes einzelne Bild zum Spiegel der Vorlieben und gestalterischen Möglichkeiten des Künstlers/der Künstlerin wird. Erst am letzten
Tag entsteht durch die Zusammensetzung der Einzelbilder der entscheidende Prozess der Bildgestaltung. Das Bild wird zu
einem großen Ganzen und dabei lernen die Schülerinnen und Schüler, was ein Bild ausmacht und wie es sein Gleichgewicht erlangt.
Nach vollendeter Arbeit bereiten wir gemeinsam die Vernissage vor. Hier gibt es dann die Gelegenheit mit den jungen Künstlern
und Künstlerinnen selbst ins Gespräch zu kommen. Die Beachtung und Würdigung der geleisteten Arbeit sind entscheidene
Faktoren für Motivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.