von angesicht zu angesicht

Bei diesem Projekt beschäftigen sich die Schüler mit dem Thema Portrait.

Die Grundzüge des menschlichen Gesichts und die Aufteilung erkläre ich an Hand einer Skizze. Das Wichtigste beim Zeichnen ist das Hinsehen. So fange ich in der Gruppe mit Partnerübungen an, in denen die Schüler Ihr Gegenüber beschreiben sollen und der Beschriebene sich nach dieser Beschreibung zeichnet. Die Schüler lernen sich aufeinander ein zu lassen und die Bewertung fällt weg, da sich der Schüler nicht selber sehen kann.

An Hand von drei Malern, die ich kurz vorstelle gebe ich dann weitere Beispiele für die Portraitmalerei und halte die Schüler dazu an, die strengen Grenzen des realistischen Portraits wieder zu brechen und frei mit Farbe mehrere Portraits zu gestalten.Diese Übung löst den Druck der Erwartung und schafft Raum für die eigene Kreativität. Das Arbeiten mit Farbe macht den Schülern Mut zu experimentieren, die Ergebnisse berühren unmittelbar!

Schließlich erarbeiten wir das eigene Portrait nach Andy Warhol in jeweils drei Farben die in unserem Gesicht nicht zu finden sind. Jeder Schüler erhält dazu ein kontrastiertes Schwarzweiß-Bild von sich und beginnt dieses auf die Malplatten zu übertragen. Diese Übertragung passiert frei Hand und ich leite die Schüler darin an, die Proportionen richtig zu erkennen, mit Hilfslinien zu arbeiten und so ein gutes Abbild Ihres eigenen Gesichtes zu erstellen. Dann werden die hellen und die dunklen Flächen in jeweils einer Farbe ausgemalt. Die Arbeit erfordert Konzentration, Genauigkeit und Farbgefühl. Das Ergebnis ist jedes Mal verblüffend.